Gestern sind die Plakate für den Kletter Wettkampf gekommen und wir haben bis spät in die Nacht Plakate aufgehängt.
Pedro kam mit dem Nachtbus und hat uns noch geholfen die Plakate aufzuhängen.
Heute geht es nach Antacocha wir wollen versuchen noch ein paar Routen zu eröffnen.
Heute ist das Wetter halbwegs gut, ich hatte eigentlich vor zum Punta Cajan zu fahren, aber leider habe ich den Bus verpasst.
Es ist Vatertag und Aldos Familie hat mich zum Essen eingeladen, was ich mit Freude angenommen habe, aber ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen, gebratene Meerschweinchen auf den Tellern zu sehen, jeder wie er es mag…, ach ja man sagte mir auch das man im Nachbartal Katzen serviert, ich bin froh das ich kein Fleisch esse.
Danach war ich wieder auf mich gestellt und ich habe ein anderes Kaffee ausprobiert, bis man auch hier etwas komisch schaute, das zum heutigen Tag.
Ich hoffe das ich nach dem ganzen Kaffee überhaupt schlafen kann.
Was macht man an einem verregneten Tag ?
1. Man geht in das Kulturhistorische Museum Huaraz, das allerdings nicht sehr gross ist.
2. Man geht in ein Kaffee um dort so viel zeit totzuschlagen wie möglich, aber irgendwann schaut das Servicepersonal einen dann doch etwas komisch an und man geht nach Hause und schreibt am Blog, so sah mein Tag aus.
Heute sitze ich hier alleine und überlege mir was ich die nächsten drei Tage mache, bis Pedro aus Lima hier eintrifft.
Aber ich denke das mir schon etwas einfallen wird, denn um Huaraz gibt es genug Kulturstätte zu finden, die es sich zu besuchen lohnt…
Auch heute schaffen wir es noch fürs Klettern zeit zu finden… Wir gehen noch mal zum Klettergarten LOS OLIVOS .
Es kommt eine wehmütige Stimmung auf…
Maxim hat seine allererste Route gebohrt und sie heißt jetzt ESPERANZA. Aufgrund gesundheitlicher Probleme können wir heute nur begrenzt etwas leisten.
Wir gehen zum lager zurück und bauen dieses ab. Wir warten auf das Taxi, das uns laut unserer Vereinbarung um 19:00 Uhr abholen sollte. Um 21:00 Uhr ist es schon längst dunkel, schon vor langer Zeit hat auch das Handy seinen Geist aufgegeben… Wir bauen das Lager wieder auf und bereiten uns auf eine weitere Nacht in Antacocha vor. Im Halbschlaf hören wir plötzlich ein Motorengeräusch. Es ist Rolando… Toll, alles ist wieder gerettet.
Tommy und Maxim machen sich wieder auf den Weg nach Antacocha, um das Projekt KLETTERGARTEN fortzusetzen. Wir erreichen das Basislager mit dem Taxi (danke Roleando oder der rollende Rolando) und steigen kurze Zeit später zu der Wand auf. Geplant ist diesmal das Bohren zwei weiterer Routen. Tommy macht eine Erstbegehung einer zuletzt gebohrten Route. Jetzt darf er der Route einen Namen geben (ab nun heißt sie LITTLE BROWN STREAK, auf Nachfrage erklären wir gerne warum).
Durch eine scharfe Kante geht leider ein nagelneues Seil kaputt. Na toll… was wird Papi Aldo nur sagen?

Tommy kann es kaum glauben…
Beim gestrigen Abendessen entschlossen wir uns in unserem Ruhetag doch leicht klettern zu gehen. Ganz ruhig… Also, wir klettern 6a aufwährts in Los Olivos. Das Wetter ist perfekt, die Stimmung ist gut. Tommy hat sich aber den Ruhetag eingentlich ganz anders vorgestellt. Zu unserem Entsetzen erfahren wir, dass Los Olivos nun im Privatbesitz sei und demnächst nicht mehr der Öffentlichkeit und somit den Kletterern zur Verfügung stehen soll. Der gleiche Eigentümer soll darüber hinaus auf dieser Weise ein weiteres Klettergebiet geschlossen haben. Man kann sicher diverse Bezeichungen für solche Leute finden…
